rosen auf den weg gestreut

Veröffentlicht: August 30, 2012 in Uncategorized

Wer mich kennt oder auch nur aufmerksam diesen Blog liest weiß,

dass ich ein politisch interessierter Mensch bin.

Mehr noch als das: ich mische mich gerne ein, habe eine Haltung zu verschiedenen Themen und beziehe Stellung.

Genauso tut es der Lüneburger Olaf Meyer seit vielen Jahren. Er ist antifaschistisch organisiert und wir saßen viele Jahre im Bündnis für Demokratie bze. Lüneburger Netzwerk gegen Rechts zusammen.

Auf Olaf wurde am 29. August ein heimtückischer Anschlag verübt. Zwei Nazis lauerten ihm am Lüneburger Gewerkschaftshaus auf, bis er dieses verliess. Er wurde namentlich angesprochen, die beiden Täter wussten genau mit wem sie es zu tun hatten. Einem politischen Gegner, der sich dem braunen Mob immer wieder entgegenstellt. Umgehend zog einer der beiden ein Messer und stach auf Olaf Meyer ein. Nur durch großes Glück entging er schwerwiegenderen Verletzungen.

Dieser Angriff mit einer tödlichen Waffe war nicht nur ein Angriff auf Olaf Meyer. Es war ein Angriff auf alle Menschen die sich den Nazis in den Weg stellen. Es war eine brutale Eskalation von Gewalt, wie sie Lüneburg schon lange nicht mehr gesehen hat. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder nächtliche Überfälle, Menschen wurden bedroht und Scheiben eingeworfen. Dahinter stecken organisierte Nazis, die versuchen mit diesen Mitteln ihnen unliebsame Personen einzuschüchtern.

Eine Messerattacke ist kein Einschüchterungsversuch. Es ist der gezielte Angriff auf einen Menschen, bei dem man zumindest billigend in Kauf nimmt, dass dieser schwerwiegende Verletzungen davon trägt, die gar bis zum Tode führen können. Eine menschenverachtende Tat, verübt von Anhängern einer menschenverachtenden Ideologie.

Olaf Meyer wird sich weiter gegen Nazis engagieren – ich werde es auch tun. Und ich möchte jeden der diesen Blogeintrag liest dazu auffordern, dies ebenfalls zu tun, in welcher Form auch immer.

Mit Bestürzung und Wut im Bauch möchte ich an eine alte Weisheit erinnern: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen

(siehe auch ndr-Meldung)

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