all the myths are true

Veröffentlicht: November 22, 2012 in Uncategorized

Anlässlich des einhundersten Blog-Artikels schweige ich heute.

Ich mache Platz für eine Gaststar-Schreiberin, die so freundlich war, einmal das gemeinsame Nähkästchen zu öffnen.

Für diesen besonderen Moment konnte ich keine geringere als meine geschätzte Kollegin Judith C. Vogt gewinnen. Aber lest selbst.

Ein 100. Blogeintrag ist schon einen Tusch mit der Wuduzela wert, Bruderschwester!

Sehr geehrte Damen und Herren, geneigte Geeks, Nerds und Leser von Fantasy (und Love&Landscape),

ich eröffne hiermit den Gastbeitrag auf der Seite von Mike Krzywik-Groß. Warum ich? Oh, ich weiß auch nicht so ganz genau, wie ich zu der Ehre komme – doch ich denke, es begann vor etwas mehr als anderthalb Jahren.

[Nebel zieht auf und verhüllt allmählich die Erzählerin im Lehnstuhl. Das malerische Lüneburg schält sich aus dem Dunst.]

Im schönen Lüneburg hofft der frischvermählte Mike darauf, dass der Buchstabendreher auf dem Cover seines ersten Romans noch behoben werden kann. (Er macht es dem Verlag auch wirklich nicht einfach, aber der Doppelname sieht schon schmuck aus. Und was den Buchstabendreher anbelangt, hat er nicht umsonst gehofft.)

Im schönen Aachen freut sich Judith Vogt über ihren ersten Roman, den sie im März 2011 aus einem Paket holen kann. Sie hat ihren Namen mit ihrer Zweitnamenabkürzung C. versehen, in der Annahme, etwas Derartiges sei unerlässlich für einen Fantasy-Autor. Ein Doppelname wäre, btw, im Hause Vogt nicht in Frage gekommen (Dinge wie Vogt-Napp, Napp-Vogt lässt man lieber bleiben). Das Internet verkündete bereits, wer den DSA-Roman des Monats April, also Nummer 130, verfasst hat, und sie beschließt, dass eine Mail unter Debütanten/-innen ja nicht schaden kann. Was aus dieser Mail erwächst, kann man als FanPro-Selbsthilfegruppe bezeichnen – außerdem beschließen wir unser erstes Double-Feature auf der RPC in Köln, eine Doppellesung, die im ersten Jahr zunächst mit „die beiden Autoren lesen aus ihren Spielbüchern vor“ im Programmheft vermerkt wird. Ui, der saß, denn DSA hin oder her – Roman ist Roman und nicht Spielbuch. Letztlich wollte jedoch keiner die jungen Autoren-Padawane beleidigen, es war nur angenommen worden, es handle sich bei unseren Büchern um Abenteuer.

Seither begegnen wir uns immer wieder und durchaus nicht zufällig – sei es zu Double-Feature-Lesungen, in Kurzgeschichten-Anthologien, bei Cameos unserer Romancharaktere im Roman des jeweils anderen oder bei einer Dunkle-Zeiten-Rat-Con-Spielrunde, wo die hohe (B-)Prominenz der DSA-Szene zusammensaß und von Christian Lange als windigem Wendehals im Finale verraten wurde. (Arrrgh! Das werde ich dir niemals verzeihen, Nr. 2!)

Was bleibt also als Quintessenz dieses Blogs? Als Moral von der Geschicht?

a) Vertraue keinem, der freiwillig Nr. 2 genannt wird. Noch lächelt er – aber er wird sich rächen.

b) Wenn du Fantasy schreiben möchtest, pimpe deinen Namen mit Buchstaben oder schmucken Doppelnamen. Na gut, oder halt nicht. 😉

c) Selbsthilfegruppen, auch als Mailfernkurs, bewahren einen vor Nervenzusammenbrüchen und Kurzschlusshandlungen.

d) Mike Krzywik-Groß möge weiterhin seine alles andere als „einzigartigen“ Blogs verfassen, die, und davor ziehe ich meinen Hut, sich nicht nur ums Schreiben, Spielen und Lesen drehen, sondern auch oft genug um Politik, Zivilcourage und Persönliches. Es ist eine Freude, dich zu lesen.

jcv

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Kommentare
  1. […] Diesen Weg musste ich jedoch nicht allein gehen. Schnell fand sich Judith dazu (wie man in diesem Gastbeitrag nachlesen kann). Eevie Demirtel übernahm die Koordination der Romansparte im Verlag Ulisses und […]