guck dich mal an wie dreißig du bist

Veröffentlicht: Juni 5, 2014 in Uncategorized

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Meine geschätzte Kollegin Judith C. Vogt wählte mich und weitere Kolleginnen und Kollegen dazu aus merkwürdige Fragen zu beantworten, die sie sich auch noch selbst ausgedacht hat.  Na gut, liebe Judith, Du hast es so gewollt. Hier kommen die Antworten:

1. Ein noch lebender Schriftsteller ruft dich an und braucht Hilfe bei einem Storytwist – von wem würdest du solch einen Anruf bekommen wollen?
Der Anruf eines toten Schriftstellers hätte ich viel spannender gefunden und egal wer es gewesen wäre hätte ich laut: Zombie Apokalypse! geschrien. Aber nun gut, er lebt also noch….grübel… Dann würde ich mich sehr über den Anruf von Thilo Sarrazin freuen. Wenn er mich dann fragen würde »Du Mike, wie war das noch mal mit den unterbelichteten Flüchtlingsströmen nach Deutschland« könnte ich ihm Antworten. »Nein! Du hast in Deinen gleichförmigen Büchern keinerlei Twist drin, das muss sich ändern Thilo. Schreib doch mal rein das alle Menschen gleich sind, oder so etwas verrücktes. Die Leute werden durchdrehen.« Das wäre doch mal was. Leider würde mit solchen Thesen niemand mehr die Bücher von Herrn Sarrazin kaufen.
2. Welche tote Sprache bzw. Schrift würdest du gern beherrschen und warum?
Sie ist zwar in dem Sinne nicht tot, aber sicherlich auch nicht so weit verbreitet, wie es sein sollte: Esperanto. Ich finde den Gedanken einer leichten, weltumspannenden Kunstsprache sehr schön und würde deshalb gerne Esperanto können. Da ich mich jedoch mit Sprachen wie Englisch, Polnisch und Deutsch schon so schwer tue, wird das wohl nix. Ansonsten fände ich Goblinisch noch klasse.
3. In welcher Art von Welt hältst du dich im Rollenspiel am liebsten auf?
In unterschiedlichen, denn das macht für mich den Reiz des Eskapismus aus. Ob Aventurien, Seattle im Jahre 2053, Venedig in den 1920ern oder die Hohlwelt ist da egal. Ich spiele halt gerne Rollenspiele und besuche die unterschiedlichsten Welten häufig und wechselnd. Wahrscheinlich ist es aber wohl schon die klassische EDO-Phantastik (Elves, Dwarfs, Orks), die ich mag. Da fällt mir ein, dass ich unbedingt mal wieder in die Zukunft muss….
4. Du ziehst den Hauptgewinn in einer Lotterie – eine Traumreise in die … Zukunft oder in die Vergangenheit? Wähle weise, und nenne deine Gründe!
Wenn es der Hauptgewinn ist, sollte doch wohl beides drin sein, oder? Die Zukunft wäre schon sehr cool, da ich gerne mal nen Raumschiff steuern würde. Aber wenn ich wirklich wählen müsste, dann geht’s in die Vergangenheit. Ich werde nämlich sehr ungerne gespoilert und es wäre schon recht langweilig zu wissen, was alles noch auf uns wartet. Deswegen lieber in die Vergangenheit und von Epoche zu Epoche springen.
5a. Wenn deine Wahl auf die Vergangenheit fällt, würdest du dann ein geschichtliches Ereignis beeinflussen wollen?
Puh, schwierige Frage. Das wäre ja ein wenig wie cheaten, nicht wahr? Das mache ich eigentlich nicht. Außerdem mag ich wenn Dinge geordnet ablaufen und ein Zeitparadoxon würde mich gedanklich fertig machen. Total anstrengend! Naja okay, vielleicht würde ich Hitler überfahren.
5b. Wenn deine Wahl auf die Zukunft fällt, würdest du dann Technologie aus der Zukunft in unsere Zeit zurückbringen, um die Entwicklung schneller vonstattengehen zu lassen?
Oh, das ist eine gute Idee. Da gibt es doch bestimmt was Passendes um die Umwelt zu rekonstruieren (oder besonders leckeren Käsekuchen ohne Zucker herzustellen). Vielleicht gesundheitsfördernden Tabak mit verjüngender Wirkung? Eventuell sollte ich doch lieber in die Zukunft reisen…
6. Deine momentane Arbeit – bist du generell eher glücklich damit oder ist es eher der Job, mit dem du halt dein Geld verdienst?
Da ich in der glücklichen Lage bin zwei Jobs zu haben, würde ich die Frage auch auf beide anwenden und antworte mit einem klaren: Beides! Ich mag sowohl meinen Autorenberuf, als auch meinen zweiten Job sehr, sehr gerne. Ich bin in der großartigen Situation sagen zu können, dass beides auch ein stückweit Berufung bzw. Passion sind. Deswegen bin ich über weite Strecken mit meinen beiden Berufen glücklich. Allerdings lasse ich mich auch sehr gerne gut für meine Arbeit bezahlen, denn ich liebe auch meine freie Zeit. Und desto mehr Geld ich habe, umso mehr Freizeit kann ich mir nehmen.
7. Beunruhigt dich das Älterwerden?
Aber sicher. Früher funktionierte die Maschine Körper besser.
8. Welcher verrückten Sucht oder Marotte würdest du nachgehen, wenn du ein Schriftsteller des 19. Jahrhunderts wärst? (Marotten und Süchte sind ja so aus der Mode gekommen in letzter Zeit … 😉 )
Rauchen! Ich hasse es Nichtraucher zu sein. Am besten mit einer edlen Pfeife, dass macht einen doch noch intellektueller, oder?
9. Gibt es ein bestimmtes Gedicht, das dich beeindruckt, vielleicht sogar geprägt hat?
Mich haben die Werke von Erich Fried mal wahnsinnig beeindruckt. Was es ist zum Beispiel. Da kommt der versteckte Romantiker in mir durch. Ein paar Sachen von Erich Mühsam finde ich sehr spannend und durfte ihn vor kurzem ja sogar vortragen. Ansonsten sind meine Gedichte eher Songtexte, welche für mich wahrscheinlich eine gleichwertige Bedeutung haben, wie für manche Menschen Gedichte. Stellvertretend nenne ich jetzt mal Nine while Nine von The Sisters of Mercy oder Sachen von den Einstürzenden Neubauten. Oh nein, ich sollte jetzt nicht anfangen Bands aufzuzählen … nein, tue ich nicht!
10. Du stirbst und wirst als Baum wiedergeboren. Welcher ist es?
Als Baum?! Wirklich als Baum?! So mit Ästen und Blättern? Was für ein Albtraum! Was mache ich denn dann den ganzen lieben langen Tag? Ich werde mich langweilen! Und Bäume werden auch noch so alt, oder? Verdammt, dann bleibt nur die Trauerweide…Quatsch, ich werde ein Ent! Das ist die Lösung!

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