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Veröffentlicht: Juni 18, 2014 in Uncategorized

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Das ist meine Position als Unterzeichner des Manifests Hier eine Zukunft.

Seit einem Jahr leben Flüchtlinge in Hamburg, welche zuvor über die italienische Insel Lampedusa in die Hansestadt kamen. Schon vor einigen Monaten berichtete ich in diesem Blog (hier & hier) über die unerträglichen Zustände in Hamburg. Die Stadt, welche sich gerne selbst als Tor zur Welt bezeichnet, hat eine Hatz gegen die Flüchtlinge organisiert, wie sie unappetitlicher nicht sein kann. Zum gleichen Zeitpunkt als Hunderte im Mittelmeer ertranken, plante der Senat eine Kirche zu stürmen, um auch den letzten Flüchtigen habhaft zu werden. Im Zuge der sozialen Kämpfe, welche sich mit den Lampedusa-Flüchtlingen solidarisierten, wurden ganze Stadtviertel zu Gefahrengebiete erklärt, Klobürsten sichergestellt (sic!) und Menschen willkürlich wegen ihrer Hautfarbe von hochgerüsteten Polizeitrupps kontrolliert. Aber auch eine Welle der Solidarität schwappte die Elbe hinauf, was zu wöchentlichen Demonstrationen, zahlreichen Sachspenden und viel menschlicher Wärme führte. Ob christliche Nächstenliebe oder autonomer Kampf gegen das System, die Lampedusa-Flüchtlinge konnten sich über jede Menge Unterstützerinnen freuen. So auch jetzt, da sich zahlreiche Künstler, Musiker, Schriftsteller und viele andere mit dem obengenannten Manifest an die Öffentlichkeit wandten. Ob Bela B., Thees Uhlmann, Feine Sahne Fischfilet, Trouble Orchestra, Esther Bejarano, Fathi Akin, Jan Delay und Roger Willemsen, sie alle zählen zu den Erstunterzeichnern.

Auch ich möchte das Anliegen unterstützen und Euch dazu aufrufen, es ebenfalls zu tun. Ihr könnt Euch über den obenstehenden Link solidarisieren und das Manifest unterzeichnen, so wie es bereits über zweitausend Menschen (Stand heute) taten. Die Gruppe Lampedusa in Hamburg findet ihr hier. Dort steht alles Wissenswerte über die Hintergründe.

Zu guter Letzt ein Auszug aus dem Manifest.

„Es geht um sehr viel. An der Zukunft der Lampedusa-Flüchtlinge in Hamburg hängt für uns auch die Hoffnung auf ein anderes Europa, das global tatsächlich Verantwortung übernimmt, statt nur seine Interessen durchzusetzen. Uns ist klar, dass dieses Europa eines ist, das wir von unten, zivilgesellschaftlich und in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen durchsetzen müssen. Wir rufen ihnen zu: Ihr seid hier, um zu bleiben!“

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