und da wo wir hingehen, ist der himmel niemals grau

Veröffentlicht: Januar 27, 2019 in Uncategorized

Endlich ist es soweit! fb_profilbild

Das Crowdfunding für Roll Inclusive ist gestartet und bereits nach 6(!) Stunden wurde das Buch finanziert. Wow! Damit hätte ich nicht gerechnet und bin arg gerührt. Danke, dass ihr dem Projekt eine Relevanz schenkt, die es meiner Meinung nach verdient hat. Ihr habt noch einen Monat Zeit Euch Roll Inclusive zu sichern und Euch dem Kickstarter anzuschließen. Aber fangen wir vielleicht vorne an: Worum geht es hier eigentlich? Was ist Roll Inclusive? Ich darf mal kurz zitieren:

Roll Inclusive ist ein populärwissenschaftlicher Essayband, der euch auf ca. 320 Seiten das Thema Diversity und Repräsentation im Pen-&-Paper-Rollenspiel näherbringen möchte.

Sechzehn renommierte deutschsprachige und internationale Autor*innen nehmen sich verschiedener Themen an: Wie kann eine respektvolle Darstellung von diskriminierten Personengruppen in Produkten und am Spieltisch aussehen? Wie kann kultursensibler Weltenbau gelingen und wie wichtig ist dabei historische Korrektheit? Wie zugänglich ist das Pen-&-Paper-Rollenspiel und wie ist es um die Barrierefreiheit am Spieltisch und in der Kommunikation bestellt? Ein Toolkit mit praktischen Tipps zur Umsetzung und eine Sammlung von eigens entwickelten Nano-Games runden das Buch ab und sorgen für einen hohen Mehrwert für Spieler*innen und Spielleiter*innen. Das Buch wird inhaltlich betreut und herausgegeben von Aşkın-Hayat Doğan, Rollenspiel-Redakteur und Diversity-Trainer, Frank Reiss, Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche und Systemischer Supervisor, und Judith Vogt, Rollenspiel- und Romanautorin.

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Inhaltlich hat sich der Essay-Band wie folgt aufgestellt:

1) Frank Reiss: Warum wir eine bessere Repräsentation von Vielfalt im Rollenspiel brauchen 

Zu Beginn sollen die Begriffe Diversity und Repräsentation mit Leben gefüllt werden. Außerdem wird den Fragen nachgegangen, welche Auswirkungen es hat, wenn bestimmte Personengruppen immer wieder über negative Stereotype dargestellt werden.

2) Giulia Pellegrino: Sein als ob – Aneignung und Aushandlung von Identität in RPGs

Warum macht uns spielen eigentlich Freude und was passiert in unseren Köpfen, wenn wir andere Rollen einnehmen als unsere eigenen?

3) Guddy Hoffmann-Schoenborn: Das Spiel mit eingefahrenen Rollenbildern – Ganz schön hässlich?

Rollenspiel und Rollenbilder – wie werden Charaktere dargestellt, wozu dienen Stereotype und was ist gewonnen, wenn man sie aufbricht?

4) Lena Falkenhagen: Die politische Dimension des Rollenspiels 

Ist Rollenspiel ein politisches Hobby? Wie politisch soll / darf Rollenspiel sein?

5) Mike Krzywik-Groß: Kritischer Treffer? Kritisches Weißsein! Rassismuskritisches Denken und Handeln im Rollenspiel

Was ist Rassismus, warum leben wir auch in postkolonialer Zeit noch immer in einem rassistischen System, und warum hilft es uns, das auch in unserem Lieblingshobby zu reflektieren?

6) Aşkın-Hayat Doğan: People of Color zwischen Othering und adäquater Repräsentation

Inklusive Darstellung und sensible Repräsentation von People of Color in Rollenspielprodukten und am Spieltisch.

7) Oliver Baeck: Liebesgrüße von der Lebkuchenperson. Geschlechtervielfalt im Rollenspiel

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Rollenspielwelten und wie eine entspannte Darstellung im Rollenspiel möglich ist.

8) David Grade: Psychisch erkrankte Held*innen

Psychische Erkrankungen sind kein seltenes Thema in Rollenspielen. Wie kann ich mich dem Verständnis psychischer Erkrankungen sensibel nähern?

9) Heike Kamaris: Menschen mit Behinderung im Rollenspiel

Wie werden Menschen mit Behinderung in Rollenspielsettings, Produkten und am Spieltisch repräsentiert und dargestellt? Wie könnte eine angemessenere Repräsentation aussehen?

10) Christian Vogt: Der offene Tisch – Accessibility in einem kommunikativen Hobby

Wie kann mit Seh- und Hörbehinderungen oder Sprachstörungen am Spieltisch umgegangen werden? Wie kann man Rollenspielmaterial zugänglicher gestalten?

11) Judith Vogt/Frank Reiss/Aşkın-Hayat Doğan: Intersektionalität am Spieltisch

Was ist Intersektionalität und inwiefern stellen mehrere Einschränkungen und Marginalisierungen größere Herausforderungen dar als „die Summe ihrer Teile“?

12) Judith Vogt: Auf Augenhöhe – Von Hierarchie, Community-Standards und was Feminismus damit zu tun hat

Wie ist das Machtgefüge zwischen der Spielleitung und den Spieler*innen und wie können wir das Miteinander sicherer machen?

13) Elea Brandt: Kultursensibler Weltenbau

Stereotype gelten nicht nur für Charaktere, sondern betreffen auch ganze fiktive Welten, Länder und Kulturen. Wie kann ich mich an Fremdes herantasten, ohne übergriffig zu werden?

14) Aurelia Brandenburg: „Das war halt so“ – Zur Problematik von historischer Korrektheit, Authentizität und Phantastik

Viele Rollenspielsettings sind an reale historische Epochen angelehnt. Wie wir im Spannungsfeld von dem Empfinden historischer Korrektheit und der Entfremdung ins Phantastische gefangen sind.

15) Ben Maier: Illustration – Visuelle Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Stereotypen und Vielfalt

Illustrator Ben Maier führt uns hinter die Kulissen von Rollenspielprodukten.

16) Avery Alder: Queering Game Design (Talk-Transkription)

Die Gamedesignerin und Autorin Avery Alder (Monsterhearts, Ein Ruhiges Jahr, Dream Askew, …) gibt spannende Einblicke hinter die Kulissen der Rollenspielentwicklung und zeigt, wie z.B. queere Themen auch über spezielle Spielmechaniken am Spieltisch erlebbar werden.

17) Lena Richter: Toolkit und Nano-Games

Eine Sammlung von direkt nutzbaren Werkzeugen für eine bessere Repräsentation am Spieltisch sowie neu entwickelte Nano-Games.

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Also wenn Euch die Thematik gefällt und ihr das wahrscheinlich erste Buch zu dem Themenkomplex Diversität und Rollenspiel unterstützen wollt, fühlt eich eingeladen bei Kickstarter vorbeizuschauen und Euch ein Exemplar zu sichern.

 

 

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