it gets better?

Veröffentlicht: April 22, 2018 in Uncategorized

Liegt Utopia am Rhein?img_3763

Ich war an diesem Wochenende das erste Mal beim Branchentreffen des Phantastik-Autoren-Netzwerk (kurz PAN) bei dem ich seit geraumer Zeit Mitglied bin. Gereizt hat mich in diesem Jahr nicht allein das Wiedersehen mit geliebten Kolleginnen und Kollegen, sondern zuvorderst das abgesteckte Metathema des Wochenendes.

Träumen Androiden von Freiheit? impliziert geradezu die Wichtigkeit der Verknüpfung von Phantastik und Politik. Da es sich dabei um mein großes Steckenpferd handelt musste ich nicht lange überlegen um die Reise nach Köln anzutreten. Ich möchte mich von ganzem Herzen bei den Verantwortlichen für diese kluge und wichtige Themenwahl bedanken.

Wie die unterschiedlichen Panel in beklemmender Deutlichkeit aufgezeigt haben, ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Privilegien, mit der Repräsentation von Menschen, die vielleicht nicht meiner direkten Lebenswelt entsprechen, unumgänglich. Denn, wie auf dem Branchentreffen sehr treffend formuliert, ist die Entscheidung auf Figuren mit anderer sexueller Ausrichtung, anderer Hautfarbe oder Frauen in seinen Geschichten zu verzichten sehr wohl eine Entscheidung und hat somit auch immer politisches Gewicht.

Um so mehr fand ich die Auseinandersetzung um die Themen Diversität und Phantastik großartig und von unschätzbarem Wert. Ob es Lars Schmeink war, der dem interessierten Publikum erklärte, dass er als weißer, heterosexueller Mann das Spiel Lebenauf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad spielen würde, während People of Colors oder queere Leute ganz andere Grundvoraussetzungen für ihr Wirken haben. Oder Maike Stein, die sehr eindrücklich über das Schreiben von LGBTIQ-Figuren referierte.

Ich selbst bin sehr dankbar, dass ich für die Handreichung des Branchentreffens einen Artikel zu Diversität in der Phantastik schreiben durfte und hoffe sehr, dass dieser Beitrag den Diskurs bewegen kann, welcher die Sensibilität um die Thematik befördert.

Wenn nicht die Phantastik, mit all ihren Spielarten von Fantasy bis Science-Fiction, wer sollte prädestinierter sein um vielfältige Lebensentwürfe, Lebenswelten und Menschenbilder zu transportieren als Autor*innen denen ein Baukasten aus fernen Planeten, alternativen Lebensentwürfen, sowie Elfen und Orks zur Verfügung steht? Also seien wir mutig und verlassen unser kleines Happyland auf dem nicht immer bequemen Weg nach Utopia. Danke PAN für einen ersten Schritt.

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he says i haven’t seen you in years

Veröffentlicht: April 9, 2018 in Uncategorized

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Es stehen gleich vier Termine innerhalb des nächsten Monats an, an denen ihr mir begegnen könnt. Ich würde mich freuen Euch bei der einen oder anderen Gelegenheit zu treffen.

Los geht es am kommenden Mittwoch um 20:15h im Anna & Arthur in Lüneburg, wenn es wieder Literaturbetrieb heißt. Zum diesmaligen Thema Kolonialismus werden die Bücher Black Berlin und Der unsichtbare Tropenhelm vorgestellt.

Es folgt vom 19.04. bis 21.04.2018 das Branchentreffen des Phantastik-Autoren-Netzwerks  in Köln. Ich freue mich sehr auf das Treffen mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen und auf spannende Vorträge. Ich selbst bin nur als Konsument vor Ort, durfte jedoch in der begleitenden Publikation einen Artikel verfassen. Aber dazu später mehr.

Weiter geht es mit dem Aethercircus, dem Steampunk-Stadtfest in Buxtehude. Am 28.04. lese ich dort um 15:00h aus meiner Kurzgeschichte Galileo starb zu Recht aus der Anthologie Eis & Dampf. Hier kann man das Programmheft des zweitägigen Spektakels einsehen.

Im Mai geht es dann wieder nach Hamburg. Zusammen mit Jörg Köster, Ann-Kathrin Karschnick und Vincent Voss lese ich um 19:00h im Würfel & Zucker. Ich bin schon sehr gespannt endlich mal das Spielecafé besuchen zu können, von dem ich schon so viel Gutes gehört habe.

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i guess the trick is just to light it up

Veröffentlicht: April 3, 2018 in Uncategorized

Heute gibt es ein kleines Sammelsurium von Neuigkeiten.IMG_3848

Fangen wir mit den Magazinen an. In der aktuellen Ausgabe der LARP-Zeit gibt es eine Rezension zu der Anthologie Geisterland, zu der ich mit Seelenwinter eine Kurzgeschichte beitragen durfte. Ich freue mich über die wohlwollenden Worte, denn die Sammlung wusste zu gefallen. Dazu habe ich es geschafft mich erneut in die aktuelle Ausgabe des Geek!-Magazins zu schmuggeln. Wer mich sucht muss allerdings bis zur letzten Seite blättern.

Darüber hinaus gibt es zwei Neuerscheinungen mit denen ich absolut nichts zutun habe, die ich aber trotzdem erwähnen möchte. Den Anfang macht Vangaras Prüfung, ein Abenteuer für das Rollenspiel Splittermond. Warum ich das erwähne? Der Mondsplitter lässt sich ganz vorzüglich vor meinem Abenteuer Im Rücken des Feindes spielen, was in Vangaras Prüfung auch erwähnt wird. Also nutzt die zwei Monate bis zum Release von meinem Mondsplitter und spielt den Vorläufer. Eine weitere Neuerscheinung trägt den Titel Iwans Weg und ist der erste deutsche Shadowrunroman unter der Regie von Pegasus. Ich gratuliere David Grade ganz herzlich zu seinem Roman und lege dann im August mit Alter Ego nach.

Zu guter Letzt war ich im vergangenen Monat auf einer ganz besonderen Veranstaltung. Ich hatte das große Glück auf das Wohnzimmerkonzert der Hamburger Band Erdenstern eingeladen gewesen zu sein. Sie ließen eine Handvoll ihrer Lieder von klassischen Musikern einspielen und präsentierten dem ausgewählten Publikum einen bewegenden Abend mit phantastischer Musik. Aktuell sammeln die sympathischen Musiker*innen von Erdenstern bis zum 15. April Geld um ihren großen Traum von einem achtzigköpfigen Orchesterkonzert zu realisieren. Also lasst Euch nicht lumpen und unterstützt die Erdensterne – sie haben es mehr als verdient.

 

another brick in the wall

Veröffentlicht: März 5, 2018 in Uncategorized

Neues Buch angekündigt!img_3763

Bereits jetzt kann meine neue Arbeit für den Uhrwerk Verlag vorbestellt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine weitere Kurzgeschichte oder gar einen Roman, sondern um ein kleines, feines Abenteuer für das Rollenspiel Splittermond.

Im Rücken des Feindes spielt in der Tradition alter Spionage-Kriegsfilme wie Agenten sterben einsam und wird in der Reihe der Mondsplitter erscheinen. Dabei handelt es sich um ein Format, welches sich speziell an Einsteiger ins Rollenspiel richtet und mit vereinfachten Regeln gespielt werden kann. Mondsplitter sind jedoch auch besonders geeignet für Spielleiter, die nicht die Zeit dafür haben sich tagelang auf Bevorstehendes vorzubereiten, sondern nach einer knappen Durchsicht quasi out-of-the-box loslegen wollen. Mit wenig Aufwand kann man Im Rücken des Feindes an ein oder zwei Spielabende durchspielen.

Doch worum geht es genau? Werfen wir einen Blick auf den Klappentext: Das Dalmarische Reich ist seit Jahren in einem Erbfolgekrieg zerrissen, der keine Gewinner, sondern nur Leidtragende kennt. Als ein grausamer Befehlshaber mit seiner Armee das gegnerische Kastell Lauwaban einnimmt und den Grafen vertreibt, droht der örtlichen Bevölkerung der Hungertod: Ohne die in der Burg gelagerten Vorräte werden sie den nahenden Winter nicht überstehen. Gelingt es den Abenteurern, unbemerkt in die gut bewachte Feste einzudringen? Bekommen sie Hilfe von den örtlichen Rebellen oder den geheimniskrämerischen Dorfbewohnern, um das drohende Schicksal noch einmal abwenden zu können? Und was für Gefahren erwarten sie hinter den hohen Burgmauern, wenn sie erst einmal erklommen sind?

Vielleicht noch ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte des Bandes? Ich hatte das große Glück auf dem letzten Autorentreffen der Splittermond-Redaktion gewesen zu sein. Im Zuge des Mondsplitter-Workshops entstand die Idee für Im Rücken des Feindes, so dass ich zwar Autor der Geschichte bin, die Idee jedoch in vielen Köpfen entstanden ist. Neben dieser tollen Unterstützung freue ich mich riesig über das Cover, welches ich Euch keinesfalls vorenthalten möchte. Und ja, es ist ein Kriegsgolem 🙂

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Das Abenteuer erscheint im Juni diesen Jahres und ist für schlappe 7,95 Euro bereits jetzt vorbestellbar.

Der Literaturbetrieb im Februar & März

Veröffentlicht: Februar 21, 2018 in Uncategorized

Der Literaturbetrieb nimmt seine Arbeit auf.img_3763

Heute Abend um 20:15h findet im Infocafé Anna & Arthur die erste Veranstaltung des Literaturbetriebs in Lüneburg statt. Gemeinsam mit Interessierten werden die Bücher „Biskaya“ von SchwarzRund und das Sachbuch „exit RACISM“ von Tupoka Ogette besprochen.

Für den nächsten Monat hat sich der Literaturbetrieb etwas Besonderes überlegt. Im Zuge der Lüneburger Wochen gegen Rassismus sind die Autorinnen Dr. Marion Kraft & Ria Cheatom eingeladen um ihr Buch Kinder der Befreiung vorzustellen. Dabei werden transatlantische Erfahrungen und Perspektiven Schwarzer Deutscher der Nachkriegsgeneration beleuchtet. Am Donnerstag, den 22. März, um 19:00h beginnt die Veranstaltung. Es ist eine große Freude diese besonderen Frauen in Lüneburg begrüßen zu können.

Hier ist der passende Flyer zu finden.

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everything counts in large amounts

Veröffentlicht: Februar 19, 2018 in Uncategorized

Ein schönes Wochenende ging zu Ende.img_3763

Am vergangenen Samstag veranstaltete ich meinen ersten Workshop an der Volkshochschule Lüneburg rund um das Thema Heldenreise. In drei Unterrichtsstunden erarbeitete sich die Gruppe die einzelnen Aspekte der berühmten Erzählstruktur. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit einer derart hoch motivierten Gruppe zu arbeiten, die engagiert um Beispiele aus Film und Literatur rang. Mich freut nicht nur das große Interesse an der ausgebuchten Veranstaltung, sondern auch das positive Feedback der zufriedenen Kursteilnehmerinnen.

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Ebenfalls am Wochenende erschien das PDF Datapuls Berlin im Verlag Pegasus. Andreas „AAS“ Schroth gibt mit diesem Shadowrun-Quellenbuch einen Überblick über das Berlin der Sechsten Welt, einem Ort, an dem große Teile meines kommenden Romans Alter Ego spielen. Wer die Augen offen hält wird eventuell bereits bekannte Namen oder später sogar Orte wieder entdecken. Ein Blick in das PDF lohnt sich allemal.

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ever and always body and soul

Veröffentlicht: Februar 6, 2018 in Uncategorized

Ein gelungener Abend.img_3763

Am vergangenen Sonntag reiste ich in die Zinnschmelze nach Hamburg-Barmbek, um auf der Norddeutschen Autorenbühne zu lesen. Moderiert von Marco Ansing eröffnete ich den Abend mit meiner Erzählung Seelenwinter aus der Anthologie Geisterland. Die Kurzgeschichte entstammt der Welt von Seelenfänger, dessen Schöpfer aufgeregt im Publikum saß, schließlich war es die Premierenlesung, wie er mir kurz vor Beginn zuraunte.

Doch das war erst der Auftakt in der Zinnschmelze, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Thomas Finn, Marc Freund, Charlotte Kliemann, Silke Tobeler und Vincent Voss stellten ihr Schaffen vor. Von Krimi über High-Fantasy bis groteskem Horror war alles dabei. Vor allem Vincent Voss hatte mit seinem schrägen Humor nicht nur das Publikum, sondern auch mich in der Hand. Wenn ihr einen gesunden Magen habt kann ich nur wärmstens dazu raten einmal eine seiner Lesungen zu besuchen. Ein ganz besonderes Erlebnis.

Wer noch einmal meine Lesung nachsehen möchte, kann dies sogar tun. Auch wenn die Aufnahme technisch eher sportlich zu nennen ist, habt ihr hier die Möglichkeit einen Blick zu riskieren. Danke für die Aufnahme, Jörg und auch Danke an Izzy für dieses Foto.

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