`cause only anarchists are pretty

Veröffentlicht: September 17, 2016 in Uncategorized

Namen, ja Namen!MKG
Da habe ich mich doch ganz dreist in die (nicht nur) Rollenspiel-Nachrichten gezeckt. Wer sich die aktuelle Ausgabe des Ausgespielt Podcasts anhört, der wird das Geheimnis um meinen Nachnamen erfahren, denn die große Frage wird beantwortet: wie (verdammt noch mal!) wird Krzywik-Groß ausgesprochen?!?

Ab Minute 06:25 erfahrt ihr mehr. Und an die Ausgespielt-Redaktion: Gerne mit viel Milch und ein wenig Süßstoff!

then everything went black

Veröffentlicht: September 2, 2016 in Uncategorized

Eine Gamer-Woche geht zu Ende.MKG

Der phantastische Blog Bibliothek von Imre hat sie in dieser Woche voll und ganz der Anthologie gewidmet. Neben spannenden Interviews mit den Beteiligten, erging heute die abschließende Rezension. Ich freue mich sehr über die hervorragende Bewertung!

Mein Interview von Mittwoch möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Viel Spaß damit:

Hallo Mike! Ich freue mich, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Sei doch so nett und stell dich kurz vor!
Hallo André, das mache ich doch gerne. Neben dem von dir genannten Vornamen trage ich noch den aberwitzigen Nachnamen Krzywik-Groß. Ich bin Autor verschiedener Spielarten der Phantastik. Das bedeutet ich schreibe Romane, Kurzgeschichten, Abenteuer und Quellenteile für Rollenspiele und auch mal ein Sachbuch. Sprich, ich bin in der großartigen Lage die Projekte zu verfolgen, die mich interessieren.
Ich gehöre dem Autorenkollektiv 2013 an, bin verheiratet und lebe im schönen Lüneburg. 
Ich weiß, dass du Rollenspieler bist. Welche Systeme spielst du denn am Liebsten?
Puh, dass ist bereits die erste schwierige Frage. Es ist wohl so ähnlich wie bei Eltern, die ungern das eine Kind dem anderen vorziehen.
Erstmal vorweg: Ja ich bin leidenschaftlicher Rollenspieler seit vielen, vielen Jahren. Ich habe zwar einen ganzen Haufen Interessen, aber das Rollenspiel ist mir das Wichtigste und nimmt den größten Raum in meinem Alltag ein.
Mir ist schon so manches System unter die Finger gekommen, lange haben wir Midgard und Ruf des Warlock gespielt. Generell bin ich aber eher mit Das Schwarze Auge und Shadowrun aufgewachsen. Beide Reihen spiele und lese ich noch heute und fühle mich dort zu Hause. In den letzten Jahren habe ich die Welt von Splittermond sehr schätzen gelernt. Nur bei FATE bin ich mir – als fundamentalistischer Traditionalist – noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Das System steht und fällt noch stärker mit den beteiligten Personen als andere Rollenspiele. Spannend und interessant ist es allemal. Oh, erwähnen möchte ich noch kurz Degenesis. So schön kann ein Rollenspielbuch sein! Unbedingt mal rein blättern und genießen.
Auch deine ersten Romane waren ja Rollenspielromane. Wie kam es denn dazu?
Das war eigentlich nicht so geplant. Ich fing an, einen eigenständigen Phantastikroman zu verfassen und wusste noch gar nicht genau, wohin die Reise gehen sollte. Parallel dazu ging ich seit langer Zeit mal wieder auf eine Rollenspielconvention und kam dort mit einem freundlichen Herren ins Gespräch, da ich auf der Suche nach einem vergriffenen Buch war (welches ich immer noch nicht gefunden habe!). Es stellte sich heraus, dass es sich um das Rollenspielurgestein und Verleger Werner Fuchs handelte, also versuchte ich ihm mein Manuskript anzudrehen. Er war nur mäßig begeistert schlug mir aber vor, mal einen Roman in der Welt des Schwarzen Auges zu schreiben. Zwei Wochen später war das Exposé fertig und kurz darauf gab es die Zusage zu Riva Mortis, meinem Debütroman.
Nichtsdestotrotz übt der Rollenspielroman – oder auch der Punk-Rock der Phantastikliteratur – einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Er erlaubt mir mit den Ideen anderer Kreativer zu spielen, sie neu anzuordnen und meine Geschichte von einer lebendigen Welt bereichern zu lassen. Die Interaktion im Schreibprozess ist deutlich höher, als bei einem Stand-alone-Roman. Das geniesse ich sehr.
In der Anthologie GAMER geht es ja um Videospiele. Bist du selbst Gamer? Wenn ja, was spielst du gerne?
Als Gamer würde ich mich nicht bezeichnen, dafür bin ich nicht tief genug in der Szene und wahrlich auch zu schlecht am Gamepad. Aber ich liebe Geschichten. In jeder Form. Und ob es sich dabei um das Medium Buch, Film oder Spiel handelt, ist mir erstmal recht egal. Hauptsache die Erzählung fesselt mich. Ähnlich gehe ich an Videospiele heran. Titel wie The Last of us,Bioshock oder Shadowrun Returns haben mich aufgrund ihre Geschichte und deren dramaturgischen Aufbau begeistert. Und einer hervorragenden Präsentation eines The Witcher konnte ich mich noch nie entziehen. 
Aber ich habe auch schon mit dem FC St. Pauli die Champions League gewonnen … bei FIFA. Denn, neben tollen Erzählungen, mag ich Spiele generell unheimlich gerne, sei es nun auf dem Brett, den Tisch oder der Konsole.
Vieles, das du geschrieben hast (Mortis-Trilogie, die Kurzgeschichte aus Gamer), ist gleichzeitig auch ein Krimi? Wie kommt das? Würdest du eigentlich lieber Krimis schreiben?
Hmm, ganz so habe ich das noch nicht gesehen. Aber ja, du hast natürlich Recht, vieles beginnt mit einem Mord. Vielleicht ist es die Faszination für ein wirklich abstossendes und für mich nicht nachzuvollziehendes Verbrechen, was mich immer wieder dort hinführt. Die Ästhetik des Bösen.
Aber noch mehr glaube ich, dass ein Toter zum richtigen Zeitpunkt viele Geschichten positiv befördert. Ich möchte da gar nicht auf den aktuellen GRRM-Hype aufspringen und reihenweise meine Figuren ermorden, aber ein Toter verändert das Beziehungsgeflecht nachhaltig und bringt so die Dinge ins Rollen, verschiebt Loyalitäten und Machtverhältnisse. Da wird es für die Leserschaft interessant. Ein Verbrechen bedeutet ebenfalls der Ausbruch aus der Normalität. Meine Lebenswelt hat zum Glück nicht allzu viel mit Kriminalität zu tun. Ein Kriminalfall führt dich also an erzählerische Orte, die Du normalerweise nicht in Deinem Leben aufsuchst. Das ist spannend.
Dazu kommt die Freude am Entdecken und Erforschen. Was ist geschehen? Warum musste ausgerechnet ein Zuckerbäcker derart spektakulär sterben? Was haben die Morde für eine Auswirkungen auf die maraskanische Innen- und Außenpolitik? So etwas begeistert mich als Leser, deshalb schreibe ich es so.
Gibt es sonst noch Genres, die du gerne liest und/oder gerne einmal schreiben würdest?
In den letzten Jahren versuche ich mich als Leser verstärkt an der Science Fiction bzw. eher der Space Opera und habe da zurzeit große Freude dran. Ich bin ja auch ein leidenschaftlicher Cineast und liebe Geschichten wie FireflyBattlestar Galactica und natürlich Star Wars. Da habe ich zurzeit mit The Expanse eine tolle Buchreihe für mich entdeckt. Ein schriftstellerischer Ausflug in den Weltraum kann ich mir also gut vorstellen.
Mein Lieblingsgenre ist allerdings der Cyberpunk. Ich werde es nicht müde zu erwähnen, dass ich dem Genre eine Renaissance zutraue. Bald erscheint das gleichnamige Videospiel als AAA-Titel, Blade Runner 2 steht in den Startlöchern – da geht noch was! Ja, sehr gerne würde ich mal einen Cyberpunkroman verfassen.
Kommen wir zu Die dritte Stadt – deiner Geschichte in GAMER. Worum geht es in der Geschichte?
Die Krux bei Kurzgeschichten ist leider, dass man nicht so viel über sie verraten darf, weil sie eben kurz sind. Aber ich versuche es mal.
Wir begleiten einen forensischen Medizintechniker bei seiner Arbeit. Er wird mitten in der Nacht zu einem mysteriösen Todesfall gerufen, bei dem die Verbindung von Computerkomponenten und dem menschlichen Körper eine entscheidende Rolle spielt. Daraus entspinnt sich eine Erzählung rund um menschliche Isolation und dem Drang zur Selbstoptimierung. Ein Thema, welches ich im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs unheimlich spannend finde. Wie weit müssen wir uns gesellschaftlichen Leistungsansprüchen anpassen? Was für körperliche und psychische Defizite werden noch toleriert, was muss dringend genormt und optimiert werden? Wann fangen wir an chirurgisch oder chemisch nachzuhelfen um größer, schöner und leistungsfähiger zu werden? Sind wir nicht schon mitten in diesem Prozess? Der Wunsch nach Selbstoptimierung halte ich zurzeit als eine der Geisseln unserer hochtechnisierten (Verwertungs-)Gesellschaft. Die dritte Stadt soll dort einen kleinen Anschub geben, aber es werden bestimmt noch weitere meinerseits folgen. Dafür erachte ich das Thema als zu wichtig, um es sein zu lassen.
Naja, und eigentlich geht es um einen Typen, der einen echt miesen Tag in einem echt miesen Leben hat.
Natürlich hat die Geschichte mit Games zu tun, aber gibt es eine spezielle Inspiration für die Geschichte?
Allerdings. Jedoch weniger im inhaltlichen Sinne, sondern eher im ästhetischen. Ich habe früher auf meinem C16 (mit Speichererweiterung!) ein Computerspiel namens Mercenary gespielt. Es stand Pate für die Visualisierung bestimmter Teile der Kurzgeschichte. Nicht ohne Grund hieß der Nachfolgeteil des Spiels The Second City was ja eine gewisse Nähe zum Titel meiner Kurzgeschichte aus Gamer hat.
Über welche zukünftigen Projekte kannst du schon etwas erzählen?
Gerade tatsächlich nicht allzu viel. Aus unterschiedlichen Gründen musste die Schreiberei in letzter Zeit zurückstecken und ich gönnte mir eine kleine Schaffenspause. Aber es kommen noch zwei, drei Kurzgeschichten heraus, wobei ich erst 2017 damit rechne.
Darüber hinaus neigt sich ein lang anhaltendes Mammutprojekt vermutlich langsam dem Ende entgegen. Bereits seit über zwei Jahren arbeiten Ralf Kurtsiefer, ich und ein ganzes Rudel toller Autoren und Autorinnen an einem Sachbuch zum Thema Heldenreise. Doch wir wären nicht wir, wenn wir es dabei belassen würden. Viel mehr haben wir eine exemplarische Novelle geschrieben, um zu zeigen, wie das dramaturgische Werkzeug alles kann. Diese wiederum basiert auf einem extra komponierten Soundtrack von Ralf, der die Heldenreise vertont hat. Ich habe das Paket mit einem pseudowissenschaftlichen Teil abgerundet, welcher die Zusammenhänge erklärt. Das Buch soll eine praktische Hilfe für AutorInnen, Cineasten, Dramaturgen und allen anderen sein, die sich dafür interessieren, warum mache Geschichten funktionieren und manche eben nicht. Du musst dich noch einen Moment gedulden, aber das wird meine nächste Veröffentlichung sein. 
Bevor wir zum Ende kommen noch eine letzte Frage, um es dem nächsten, der dich interviewen darf, leichter zu machen: Welche Frage würdest du gerne mal in einem Interview gestellt bekommen?
Warum hörst Du während des Beantworten der Interviewfragen die ganze Zeit das Album Aversion der Antilopen Gang, wenn Du doch gar kein HipHop magst?
 
Vielen Dank!

black flowers blossom

Veröffentlicht: August 24, 2016 in Uncategorized

Namedroping.MKG

So, oder so ähnlich hätte die Überschrift für diesen Beitrag lauten können. Denn in den letzten Tagen stolperte ich mehrmals über meinen Namen.

In der vergangenen Samstagsausgabe der Lüneburger Landeszeitung wird dieser nicht nur erwähnt, sondern auch über den bevorstehenden Release meines ersten Hörbuches Riva Mortis berichtet. In dem genannten Artikel wird ein Einblick in die Arbeit des Chaussee SoundVision Tonstudios gewährt.

Darüber hinaus erschien heute die neue Ausgabe der Geek!. Im Rahmen der Rezensionen wurde der Kurzgeschichtenband Sternenleere besprochen, an dem ich beteiligt war.Die Anthologie erhielt 3 von 5 Sternen, aber meine Erzählung wurde lobend hervorgehoben, wie auch die Arbeiten meiner AKzwanzig13-Kollegen. Nein, von uns war niemand an dieser Rezension beteiligt.😉

Zu guter Letzt interviewte Marcus von Meta-Punk meine AKzwanzig13-Kollegin Judith Vogt und meine Lieblingsillustratorin Mia Steingräber zum Thema Eis & Dampf im Allgemeinen und deren gemeinsames Projekt Die Grüne Fee im Besonderen. Den entsprechenden Audiofile könnt ihr Euch hier anhören. Nun ja, auch dort fällt mein Name. Es hört sich so an als dürfte ich in der Zukunft noch das eine oder andere für Eis & Dampf schreiben. Das Groschenheft Die Grüne Fee wird an anderer Stelle noch einmal einen gesonderten Blogbeitrag von mir erhalten. Die Publikation ist derart gut geraten, dass darf gerne mehr Erwähnung finden.

Sword & Sorcery in Reinform.51LScawUdfL

Mittlerweile ist die Taschenbuchvariante von Blutroter Stahl erschienen. Die Anthologie ist gefüllt mit phantastischen Geschichten rund um schwingende Äxte und brechende Knochen – ganz wie sich das für brachiale Phantastik gehört.

Mit in die Schlacht zogen Anja Bagus, B.C. Boldt, Tom Daut, Torsten Exter, Marc Geiger, Christian Günther, Peter Hohmann, Daniel Isberner, Mike Krzywik-Groß, Thorsten Küper, Gloria H. Manderfeldt, Kay Noa, Christel Scheja, Judith & Christian Vogt und Florian Wehner.

Passende Zeichnungen von Lina Fleing, David Lewis Johnson, Volker Konrad, Joyce Maureira, William McAusland, Elfi Rahn und Christel Scheja runden das Bild ab.

Und es gibt bereits erste Rezensionen zu den Kurzgeschichten. Nerds gegen Stephan vergeben 3,9 von 5 Punkten für die durchmischte Schlachteplatte. Dem Rollenspiel Almanach gefällt nicht nur das Buch, sondern auch im speziellen meine beiden witzigen Hauptfiguren. Hydrogol befindet eine gelungene und absolut lesenswerte Fantasy-Kurzgeschichten Anthologie. Da waren eine Menge mehr Perlen mit dabei, als die blutrünstige Aufmachung vermuten ließ  und schreibt zum Krähenkönig: Ein kleiner Schlag auf den Hinterkopf, der eine Kurzgeschichte zu einer guten Kurzgeschichte macht. Klasse! Und zu guter Letzt vergibt der deutsche Rollenspielpapst Moritz Mehlem mal lockere 4 von 5 Conan-Enkel von der Seifenkiste herab. Er vergleicht obendrein die Hauptfigur mit dem späteren Elvis – was will man mehr?!

Und zum Schluss gibt es noch die passende Playlist als Soundtrack zur Anthologie. Viel Spaß beim lesen!

 

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Vielleicht erinnern sich die älteren Semester noch daran? 1986 veröffentliche die Computerfirma Novagen das Spiel Mercenary für diverse System, wie z. B. den Atari ST, Commodore Plus 4 oder Amstrad 464. By the way: Erinnert sich überhaupt noch jemand an diese Computer?

Nun schreibe ich diesen Blogartikel nicht (allein), um in nerdigen Erinnerungen zu schwelgen, sondern um meine Inspiration für eine meiner Kurzgeschichten aufzuzeigen. Die dritte Stadt aus der Anthologie Gamer.

Mercenary gehört zu den ersten 3D-Spielen überhaupt und brillierte durch eine Drahtgitter-Vektorgrafik. Zum Einstieg stürzte man mit seinem Raumschiff auf den Planeten Targ ab. Der sprechende Bordcomputer übergab – eine halbe Sekunde vor dem Aufprall auf die Planetenoberfläche – die Kontrolle des Schiffs an den Spieler, was einem herzlich wenig nützte, aber gut den Humor des Spieles zeigte. Noch ein Beispiel gefällig? Wenn man das Spiel, so wie ich, auf einem Commodore-Rechner spielte, fand man in der virtuellen Stadt Werbetafeln der Konkurrenzfirma Atari. Der Abschuss solcher Aufsteller wurde lobend gewürdigt. Spielte man auf einem Atari ST, war es genau anders herum. Herrlich!

Mittels Bodenfahrzeugen und Gleitern galt es nun den Planeten zu erforschen und einen Ausweg von Targ zu finden. Unterirdische Wohnkomplexe und unberechenbare Teleporter brachten einen guten Schuss Verwirrung in das Spielerlebnis. Dazu kamen Papierfliegergleiche Jäger mit denen man sich actiongeladene (1986!) Gefechte liefern konnte. Das Ganze in einer frei begehbaren Stadt, Jahrzehnte vor dem der Begriff open-world publik wurde.

Ich habe Mercenary, sowie den Nachfolge Second City, geliebt. Sie beflügelten meine Phantasie als Heranwachsender, wenn es galt, sich in fiktiven Welten zu bewegen und einen einsamen Kampf auf Targ zu führen. So war mir recht schnell klar, kurz nachdem ich die Anfrage von Andrè Skora bzgl. der Gamer-Anthologie erhalten hatte, ich musste Mercenary als Grundlage für meine Erzählung nehmen. Trotz zahlreicher prägenden Computerspiele hat dieses Game ein ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen.

Ich welcher Form ich das Spiel in meiner Kurzgeschichte umgesetzt habe, kann ich hier nicht im Detail verraten. Doch die stilprägende Vektorgrafik taucht natürlich in meiner Geschichte auf. Und ja, selbst der Titel Die dritte Stadt ist von The Second City inspiriert, wie man unschwer erkennen kann. Doch ist es viel mehr die trost- und hoffnungslose Stimmung, welche mich damals in seinen Bann gezogen hat und in Teilen auch bei der Dritten Stadt Einzug hält.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, schaut euch gerne mal Mercenary und seine Nachfolger an. Es lohnt sich! Wenn ihr leider nicht mehr über eine Datasette oder eine FloppyDisk verfügt kann ich Euch immer noch die Anthologie Gamer aus dem Begedia Verlag empfehlen😉.

Ach so: Ich hatte Mercenary und Second City, falls mich meine Erinnerung nicht ganz täuscht, auf einem C16 mit Speichererweiterung gespielt. Und natürlich auf Kassette.

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don’t walk away, in silence

Veröffentlicht: Juli 27, 2016 in Uncategorized

Zeit sich mal wieder zu melden.Foto 2

Während ich mich in den letzten Monaten in Schweigen gehüllt habe, ist ein neues Buch mit einer Erzählung von mir erschienen. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Hier ist die Anthologie GAMER.

Dabei handelt es sich um eine Sammlung von 15 Kurzgeschichten rund um das Thema Retro-Gaming, Videospielautomaten und achtziger Jahre Technik. Ein großer Spaß für alle Freunde von Serien wie Stranger Things, Shoot-em-ups sowie grusligen Erzählungen.

Ich durfte meine Kurzgeschichte Die Dritte Stadt beisteuern. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, doch was wie ein Thriller noir beginnt, erhält eine klare Wendung als … ach, `nichts verraten` war ja das Stichwort🙂

Eine erste Rezension gibt es auch schon. Moritz Mehlem hat von der Seifenkiste herab geblickt und Gamer gelesen. Nicht nur, dass die Anthologie 4,25 von 5 Punkten bei ihm erhält, meine Erzählung Die Dritte Stadt erhält obendrein das Prädikat „Definitiv ein Highlight“ – toll!

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it´s a trap!

Veröffentlicht: April 30, 2016 in Uncategorized

Heute ist internationaler Tabletop-Tag.Foto 2

Aus diesem Grund spiegle ich Euch das Interview, welches der Tischkrieger mit mir geführt hat. In der Rubrik „Fünf Fragen am Freitag“ geht es nicht nur um die Schriftstellerei, sondern auch um das Miniaturenspiel X-Wing. Viel Spaß damit!

Tischkrieger: Mike steht mir heute Rede & Antwort, er ist nicht nur Buchautor, sondern auch passionierter X-Wing Spieler.
Frage 1: Mike, der ein oder andere hat sicherlich schon mal ein Buch/eine Kurzgeschichte von dir gelesen. In welchem Genre bist du unterwegs und verrätst du uns deine aktuellen Projekte?
Aber gerne, Jan. Ich bin Autor in dem weit gefassten Feld der Phantastik. Das beinhaltet alles von klassischer Fantasy, über Space Opera bis Steampunk. Ich habe drei Romane in der Welt des bekannten Rollenspiels Das Schwarze Auge veröffentlicht und diverse Kurzgeschichten bei unterschiedlichen Verlagen. Darüber hinaus schreibe ich auch für Rollenspielsysteme als solche, z.B. für Eis & Dampf, Splittermond und natürlich auch DSA.
Gerade ist meine Kurzgeschichte Der Krähenkönig in der Sword & Sorcery-Anthologie Blutroter Stahl herausgekommen, nächsten Monat folgt eine weitere Erzählung in der Kurzgeschichtensammlung Gamer, bei der es thematisch um Retrovideospiele dreht. Sehr spannend! Ansonsten fiebere ich gerade meinem ersten Hörbuch entgegen. Riva Mortis, mein Erstlingswerk, wird zurzeit professionell vertont. Eine große Freude!
Leider steht kein Star Wars Roman auf meinem Zettel, da haben es deutsche Autoren recht schwer ranzukommen. Dafür spielen doch einige von uns leidenschaftlich gerne X-Wing, wenn ich das mal anmerken darf.

Frage 2: Du bist auch aktiver X-Wing Spieler, spielst du lieber Missionen mit einer
schönen Geschichte dazu oder magst du den „knallharten“ Turnieralltag lieber?
Das ist ganz witzig, da ich eigentlich immer die Geschichte der Regel vorziehe – außer bei X-Wing🙂 Im Medium Rollenspiel oder bei Videospielen geht für mich nichts ohne eine mitreissende Erzählung die mich narrativ mitreisst. Aber bei X-Wing haben mich die Missionen von Anfang an nicht interessiert. Ich liebe den Dog Fight und genieße es sehr auf Turniere zu fahren. Im letzten Jahr war ich zusammen mit den restlichen Lüneburg Saltwalkern auf einem internationalen X-Wing-Turnier in Kopenhagen. Das sind einfach großartige Erfahrungen, die ich im Missionsspiel nicht wieder finde. Ich mag weite Teile der Community und finde es sehr spannend mich mit einem Laminidas, Rogue Leader, Sarge oder MaltMaster zu messen.
Leider liebe ich cineastische Szenen und ne spannende Dramaturgie meist mehr als das effektive Spielen. Das führt dazu, dass ich zwar viel Spaß bei knallharten Turnierspielen habe, mir jedoch durch mein zu impulsives Spielen häufig eine blutige Nase hole. Deswegen war mein größter Turniererfolg auch lediglich ein elfter Platz, jedoch mit einem völlig überraschenden Sieg über einen gewissen Drachenzorn.

Frage 3: Jeder X-Wing Spieler steht vor einer großen Herausforderung: Listenbau! Wie bereitest du dich auf ein Turnier vor? Wie sieht dein Listenbau aus?
Ich liebe den Listenbau! Ich mag das Tüfteln und Grübeln. Wie bei anderen Miniaturspielen auch, ist das Squadbuilding für mich fast genauso spaßig wie das eigentliche Spiel. Dabei meide ich jedoch die super-mega-Meta-Listen, dass ist mir zu einfach. Man wird mich nicht mit 4 Y-Wings und Zwillingslaser antreffen. Herrje, nachher würde ich noch mehr Spiele gewinnen als verlieren, wo kommen wir denn da hin!?
Aber ich würde auch nicht mit 3 HWKs losziehen, so ist das nicht. Ich bin häufiger mit Soontir Fel geflogen, habe zuletzt die Beastie Boys (3 T-70) ausprobiert und liebe die Scumvariante von Kath in Begleitung einer Krabbe. Gerne in Verbindung mit Spielereien wie zum Beispiel Trägheitsdämpfer oder andere Einwegkarten. Die bieten gutes Potenzial für einen überraschenden Twist im Gefecht.
Ansonsten fehlt mir leider häufig die Zeit mich mit genügend Training angemessen auf Turniere vorzubereiten. Auch das macht sich bemerkbar, wenn ich mal wieder knapp an der Tischkante vorbei schramme oder felsenfest davon überzeugt bin in Reichweite 3 zu sein und in Wirklichkeit weit davon entfernt stehe.

Frage 4: Bücher schreiben und Brettspiele spielen – das könnte man doch kombinieren. Hast du schon mal überlegt ein eigenes System zu erschaffen?
Überlegt habe ich das in grauer Vorzeit bestimmt schon mal, aber das ist nichts für mich. Da fehlt mir die Zeit und auch das Können. Wenn ich sehe wieviele schlaue Köpfe sich wirklich tolle Mechanismen überlegen um spannende Spiele auf den Tisch zu bringen, kann ich nur respektvoll meinen Hut lüften. Ob X-Wing, Infinity oder ein Rollenspielregelwerk – da steckt mehr Hirnschmalz drinnen, als ein Einzelner stemmen kann. Nene, da bleibe ich lieber bei den Erzählungen.

Frage 5: Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag eines Fantasy Autors aus? Woher ziehst du deine Inspiration? Wie lange arbeitest du an einem Buch?
Einen festen Alltag gibt es nicht. Wie fast alle meiner Kolleginnen und Kollegen übe ich den Beruf des Schriftstellers nur nebenberuflich aus. Nicht einmal 5% der Autoren in der BRD können allein vom Schreiben leben. Somit dominiert natürlich erstmal mein normaler Brötchenjob den Alltag. Da ich nach Hamburg pendle, bieten sich die Zugfahrten für eine erste Schreibphase an. Der Rest landet dann in den Abendstunden und natürlich an den Wochenenden.
Es ist aber leider nicht so, dass ich Abends mit Whiskeyglas oder Rotweinschwenker am Computer sitze und warte, dass mich die Muse küsst. Schreiben ist zu einem Großteil Handwerk, Fleiß und eben auch einfach Arbeit. Dementsprechend bin ich am effektivsten, wenn ich mich gleich Morgens an die Tastatur setze und konzentriert beginne. Inspiration und Kreativität kommen in der Auseinandersetzung mit dem Text meist automatisch. Nichtsdestotrotz leben Geschichten von ihren Figuren, weshalb ein vernünftiges Sozialleben eine prima Inspirationsquelle ist. Aber einem Autor fehlt es generell nie an Ideen. die Schwierigkeit ist eher sich zu strukturieren und auszuwählen, worüber man als nächstes schreibt.
Danke, Mike! Gern geschehen😉